Kategorie: donautalconnect

  • Nie wieder hungrig im Industriegebiet Donautal

    Nie wieder hungrig im Industriegebiet Donautal

    Die mangelhafte Nahversorgung war eines der Themen, die in der letztjährigen Umfrage der Initiative Donautal Connect von einer Mehrzahl der teilnehmenden Mitarbeiter im Industriegebiet Donautal bemängelt wurde. Um hier für mehr Übersicht zu sorgen, steht ab sofort auf der Donautal Connect-Website unter https://donautal-connect.de/nie-wieder-hungrig/ eine interaktive Karte zur Verfügung, die die bestehenden Angebote außerhalb der Firmenrestaurants und Kantinen anzeigt. Neben stationären Imbissständen und Restaurants sind hier auch Lieferdienste sowie mobile Angebote wie etwa Foodtrucks abrufbar, die nur zu bestimmten Tagen und Zeiten an unterschiedlichen Orten Station machen. „Schon der erste Blick auf diese Karte zeigt, dass das Angebot derzeit immer noch übersichtlich ist. Unser Ziel ist es deswegen, gezielt weitere Anbieter zu motivieren, auch im Industriegebiet Donautal aktiv zu werden – insbesondere auch die mit mobilen Essensangeboten. Interessenten können sich deswegen über unsere Website direkt bei uns melden. Das gilt auch für alle, die noch nicht auf der Karte verzeichnet sind“, erklärt Julian Utz, Vorstand der Uzin Utz AG und einer der Sprecher der Initiative.
    Neben dem Ausbau des kulinarischen Angebots lotet die Initiative Donautal Connect auch weiterhin Möglichkeiten aus, Einkaufsmöglichkeiten im Industriegebiet zu schaffen. „Hier verzeichnen wir auf Anbieterseite durchaus Interesse. Allerdings sind die Einstiegshürden für die Ansiedlung etwa eines Supermarktes deutlich höher als bei einem Foodtruck“, erläutert Karl-Heinz Raguse vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft BVMW, unter dessen Dach die Initiative arbeitet.

    Reallabor KlimaConnect untersucht Radverkehr und E-Mobilität

    Auch das mit öffentlichen Mitteln geförderte Reallabor KlimaConnect im Industriegebiet Donautal hat inzwischen seine Arbeit aufgenommen. Das Forschungsprojekt der Universität Ulm, das ebenfalls mit Unterstützung von Do-nautal Connect initiiert wurde, fokussiert sich dabei zunächst auf die Themen „Fahrradverkehr“ und „Elektromobilität“. So sollen mithilfe einer Erreichbarkeitsanalyse gezielt Vorschläge für den Aufbau eines Radwegenetzes und den Ausbau des Donauradwegs gemacht werden, über den täglich zahlreiche Mitarbeiter ins Industriegebiet zur Arbeit fahren. Dazu gehört auch eine Verkehrszählung auf dieser stark frequentierten Strecke. Die Ergebnisse sollen zudem direkt in die entsprechenden Planungen der Stadt Ulm einfließen. Parallel dazu wird in Zusammenarbeit mit interessierten Unternehmen und den SWU Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm eine Erhebung zum Thema Ladeinfrastruktur durchgeführt, um den tatsächlichen Bedarf und die Positionierung von öffentlichen, halböffentlichen und privaten Ladenmöglichkeiten festzustellen. „Neben diesen beiden konkreten Themen stehen weitere auf unserer Agenda. Dazu gehören beispielsweise die dezentrale Erzeugung und Verteilung von Energie beispielsweise durch PV-Anlagen auf den industriellen Gebäuden. Aber auch über aktuelle Fragen wie etwa zum Hochwasserschutz denken wir derzeit nach“, erklärt Professor Martin Müller, Leiter des Projekts „Klima Connect“ und des Instituts für Nachhaltige Unternehmensführung der Universität Ulm.

  • Prima Klima im Industriegebiet: Reallabor will nachhaltiges Handeln und Klimaschutz im Donautal voranbringen

    Prima Klima im Industriegebiet: Reallabor will nachhaltiges Handeln und Klimaschutz im Donautal voranbringen

    Wie kann das Ulmer Industrie- und Gewerbegebiet Donautal klimafreundlicher werden? In einem neuen Reallabor der Universität Ulm soll mit Geschäftsleitungen und Beschäftigten ein Zukunftskonzept erarbeitet werden. Keimzelle ist die Initiative Donautal Connect. Das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) fördert das neue Reallabor „Klima Connect Industriegebiet Donautal“ für drei Jahre mit rund einer Million Euro.

    „Als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft tragen Reallabore ‚made in BW‘ mit ihren Projekten einen entscheidenden Teil zum Klimaschutz bei. Mit dem Reallabor „Klima Connect“ leistet die Universität Ulm auch einen wertvollen Beitrag, indem das Projekt eine übergreifende Klimaschutzstrategie für das Industriegebiet Donautal mitentwickelt. Des Weiteren werden dort zielführende Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele in den Bereichen Energie, Wärme, Mobilität, Bildung und Infrastruktur erarbeitet, die langfristig auf den Erhalt des Klimas einzahlen“, sagt Wissenschaftsministerin Theresia Bauer zum neuen Reallabor.

    Industrie- und Gewerbegebiete gelten eher selten als Vorbilder in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Auch im Ulmer Donautal, das an ein Naturschutzgebiet grenzt, verfügen noch nicht alle Betriebe über ein Klimaschutzkonzept. Darüber hinaus zeigt eine Erhebung von Donautal Connect und der Universität Ulm: Über 80 Prozent der 20 000 Beschäftigten fahren mit dem privaten PKW zur Arbeit. Trotz Anbindung des Gewerbegebiets an den öffentlichen Nahverkehr nehmen sie so oftmals Staus im Berufsverkehr in Kauf. Diese Ausgangslage macht das Gewerbegebiet zum optimalen Standort des neuen Reallabors „Klima Connect“. Ansässige Branchen umfassen metallbearbeitende Betriebe, den Maschinen- und Nutzfahrzeugbau, Logistik- und Baustoffunternehmen sowie die Lebensmittel- und Pharmaindustrie. „Gemeinsam mit Unternehmensleitungen und Beschäftigten wollen wir eine übergreifende Klimaschutzstrategie für das Donautal bis 2030 erarbeiten“, erklärt Professor Martin Müller, Leiter des Projekts „Klima Connect“ und des Instituts für Nachhaltige Unternehmensführung der Universität Ulm.

    Klimaschutz soll nicht am Werkstor enden

    Die Besonderheit des Formats: Arbeitgeber und Arbeitnehmer werden bereits in die Entwicklung der Realexperimente einbezogen, die den Weg zu einem nachhaltigeren Donautal ebnen. Dieses persönliche Engagement soll letztlich zu mehr Handlungskompetenz im Klimaschutz beitragen. Aktionsfelder reichen von Energieeinsparungen bis zu neuen Mobilitätskonzepten. Insgesamt soll das Reallabor einen so genannten Spillover-Effekt in andere Lebensbereiche erreichen. „Klimaschutz erfordert den Austausch über Unternehmensgrenzen hinweg. Das Reallabor bietet ideale Bedingungen, um verschiedene Maßnahmen zu diskutieren und sogar auszuprobieren“, erklärt Michael Hiete, Professor für Wirtschaftschemie an der Universität Ulm.

    Um die heterogene Gruppe der Beschäftigten im Donautal zu nachhaltigem Handeln für den Klimaschutz zu motivieren, wurde das Reallabor sorgfältig konzipiert. Am Anfang stehen Workshops mit der Initiative Donautal Connect: Dieser Zusammenschluss ansässiger Unternehmen bemüht sich um eine höhere Standortattraktivität und gemeinsame Mobilitätslösungen. „Wir haben im Grunde alle dieselben Probleme, große Unternehmen genauso wie mittlere und kleine. Deswegen haben wir uns zusammengeschlossen, um unsere Interessen zu bündeln, mit einer Stimme zu sprechen und Synergien durch gemeinsame Projekte zu erschließen“, fasst Andreas Burkhardt zusammen, Geschäftsführer des Arzneimittelherstellers Teva und einer der Initiatoren dieser im weiten Umkreis bislang einzigartigen Initiative.

    Fahrradmobilität als wichtiges Aktionsfeld

    Bereits im Vorfeld wurden Arbeitgeber- und -nehmer über ihr Mobilitätsverhalten, zu den Punkten Nahversorgung und Infrastruktur sowie zu ihren Einstellungen zum Klimaschutz und -wandel befragt. Dabei hat sich unter anderem das große Potenzial der Fahrradmobilität gezeigt. Bisher ist das Donautal allerdings noch nicht optimal an Fahrradwege angebunden. Im Industriegebiet selbst gibt es nur einen einzigen Radweg. „Planungen für Fahrradwege sind ein ideales Anwendungsfeld für unser Reallabor. Die Akteure im Donautal haben ganz unterschiedliche Interessen: Mitarbeitende wollen schnell und sicher zu ihrem Arbeitsplatz gelangen, LKWs benötigen Stell- und Rangierfläche – und auch auf den Werksgeländen müssen für die Fahrradmobilität womöglich Veränderungen vorgenommen werden“, erläutert Professor Müller. Aber auch andere Beispiele wie die Erstellung eines gemeinsamen Klimaschutzkonzepts sind im Reallabor denkbar, wobei auf bestehenden Einzelinitiativen aufgebaut werden soll.

    Insgesamt fördert das Format Reallabor den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Das Institut für Nachhaltige Unternehmensführung steuert seine mehrjährige Erfahrung mit dem Textil-Reallabor „Dietenheim zieht an“ bei. Expertise zur kommunalen Klimaanpassung und zu übergreifenden Energiekonzepten kommt von den Professuren für Wirtschaftschemie (Universität Ulm, Professor Michael Hiete) und erneuerbare Energien (Hochschule Aalen, Professorin Martina Hofmann). Weitere Akteure im Reallabor reichen von der Stadt Ulm bis zum Ulmer Initiativkreis nachhaltige Wirtschaftsentwicklung (unw). In den kommenden drei Jahren werden die Aktivitäten und Ergebnisse von „Klima Connect“ in die Lehre des Master-Studiengangs Nachhaltige Unternehmensführung an der Universität Ulm einfließen. Die MWK-Förderung erfolgt über die Ausschreibung Reallabor Klima.

  • Umfrageergebnisse „Wir wollen’s wissen“:  Die Nahversorgung ist Thema Nummer 1 im Donautal

    Umfrageergebnisse „Wir wollen’s wissen“: Die Nahversorgung ist Thema Nummer 1 im Donautal

    Die Mehrzahl der Arbeitnehmer wird wohl auch in Zukunft nicht ohne weiteres auf den PKW für die Fahrt zur Arbeit verzichten wollen. Das ist eines der Ergebnisse der Umfrage „Wir wollen’s wissen“, die die Entscheider-Initiative Donautal Connect mit Unterstützung der Ulmer Universität und der Stadt Ulm im September gestartet hatte. Daneben vermissen die Befragten vor allem Angebote im Bereich der Nahversorgung wie Einkaufsmöglichkeiten, Bäcker oder Restaurants. Bei der Frage nach der Parkplatzsituation fällt auf, dass hier vor allem eine zu geringe Anzahl von Parkplätzen mit Ladestationen für Elektroautos bemängelt wird. „Das deutet darauf hin, dass die Elektromobilität auch in der Breite unserer Belegschaften ein wesentliches Thema geworden ist“, erklärt Andreas Burkhardt, Teva-Geschäftsführer und einer der Initiatoren der Initiative Donautal connect. Insgesamt haben sich bis dato mehr als 3.600 der im Donautal Beschäftigten an der Umfrage beteiligt. Auf Basis der Antworten planen Donautal Connect und die Stadt Ulm nun die Umsetzung einer Reihe von konkreten Maßnahmen. Zu den Ergebnissen …

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