Kategorie: donautalconnect

  • Klima Azubis legen wieder los – Reallabor Klima Connect macht junge Menschen zu Nachhaltigkeits-Botschaftern

    Klima Azubis legen wieder los – Reallabor Klima Connect macht junge Menschen zu Nachhaltigkeits-Botschaftern

    Warum ist unsere Ernährungsweise klimarelevant? Wie kann man Lebensmittel vor der Mülltonne retten? Und wie kann man sich insgesamt nachhaltiger verhalten, sowohl privat als auch im Beruf? Um diese und weitere Fragen geht es im Projekt Klima Azubis, das in diesem Jahr vom Reallabor Klima Connect der Universität Ulm mit Auszubildenden aus dem Industriegebiet Donautal durchgeführt wird. An sechs Samstagen werden noch bis Mitte November rund 20 Azubis der Stadtwerke Ulm, Teva, Wieland, Gardena, Noerpel und Utzin Utz in Sachen Nachhaltigkeit geschult.

    Das Ziel: Die jungen Erwachsenen sollen nicht nur selbst für das Thema sensibilisiert werden, sondern idealerweise gemeinsam und eigeninitiativ ein oder mehrere nachhaltige Projekte entwickeln, die sie im privaten Umfeld, in Vereinen oder bei ihren Arbeitgebern auch nach Ende des Kurses umsetzen. Das könnten etwa vegane Gerichte in der Kantine sein, die Einführung eines papierlosen Büros oder eine regelmäßige Putzete, erläutert Julia Bruckner, die im Reallabor Klima Connect ihre Doktorarbeit schreibt. „Wir erhoffen uns, dass die Azubis mit wachem Blick durch ihr Privat- und Berufsleben gehen und sich durch die Projekte langsam Verhaltensänderungen in ihren Unternehmen ebenso wie in ihrem Freundeskreis durchsetzen“, so Bruckner.

    Beim ersten Termin Ende April bekamen die Auszubildenden im Donauschwäbischen Zentralmuseum Grundlagen der Nachhaltigkeit vermittelt. „Die Azubis waren total motiviert und haben gleich unternehmensübergreifende Gruppen gebildet“, freut sich Julia Bruckner. Der zweite Projekttag fand bei Gardena im Industriegebiet Donautal statt. Dort ging es um Nachhaltigkeit und Biodiversität in Theorie und Praxis: Nach einem Vortrag führte ein Gärtner durch den Azubi-Garten mit Insektenhotel und gab Tipps zur richtigen Pflanzenwahl, zum Wassersparen und zu selbstgebauten Hochbeeten. Nach einem Besuch des Ulmer Wochenmarkts retteten die Auszubildende zusammen mit ehrenamtlichen Foodsavern Gemüse und Obst vor der Mülltonne – und lernten am Nachmittag alles rund um das Konzept Foodsharing. Bei den folgenden Terminen wird es um nachhaltigen Konsum, Mobilität, Energie sowie Wohnen gehen.

    2022 wurde das Projekt erstmals durchgeführt: vom Ulmer Initiativkreis nachhaltige Wirtschaftsentwicklung für Auszubildende aller Ulmer Unternehmen. In diesem Jahr hat das Reallabor übernommen und bietet das Projekt in erster Linie den Unternehmen im Donautal an, die sich auch im Reallabor Klima Connect engagieren.

    Über das Reallabor Klima Connect

    Wie kann das Ulmer Industrie- und Gewerbegebiet Donautal klimafreundlicher werden? Im 2021 gestarteten Reallabor Klima Connect der Universität Ulm soll in Zusammenarbeit mit der Hochschule Aalen mit Geschäftsleitungen und Beschäftigten ein Zukunftskonzept erarbeitet werden. Keimzelle ist die „Initiative Donautal Connect“, ein Zusammenschluss ortsansässiger Unternehmen unter dem Dach des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft. Das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst fördert das Reallabor „Klima Connect Industriegebiet Donautal“ für drei Jahre mit rund einer Million Euro.

     

    Text und Medienkontakt: Christine Liebhardt

    Als junge Forschungsuniversität widmet sich die Universität Ulm globalen Herausforderungen: 12 strategische und interdisziplinäre Forschungsbereiche orientieren sich an den übergeordneten Themen Alterung, Nachhaltigkeit, Technologie der Zukunft sowie Mensch und Gesundheit (www.uni-ulm.de/forschung). Die Forschungsstärke der Universität Ulm belegen hohe Drittmitteleinnahmen und zahlreiche große Verbundprojekte wie Sonderforschungsbereiche und ein Exzellenzcluster.
    1967 als medizinisch-naturwissenschaftliche Hochschule gegründet, verteilen sich heute mehr als 10 000 Studierende auf die Fakultäten „Medizin“, „Naturwissenschaften“, „Mathematik und Wirtschaftswissenschaften“ sowie „Ingenieurwissenschaften, Informatik und Psychologie“. Über 60 Studiengänge, darunter eine steigende Anzahl englischsprachiger Angebote, bieten hervorragende berufliche Perspektiven. Dabei ist die Universität Ulm international wie regional bestens vernetzt.
    Die Universität Ulm ist Motor und Mittelpunkt der Wissenschaftsstadt mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Kliniken der Maximalversorgung und Technologie-Unternehmen. Der Standort inmitten einer wirtschaftsstarken Region bietet exzellente Bedingungen für den Technologie- und Wissenstransfer.

    Im Mai 2018 ist die neue EU-weite Datenschutz-Grundverordnung in Kraft getreten, die eine Überprüfung datenschutzrechtlicher Regelungen nötig macht. Gerne möchten wir Ihnen weiterhin Pressemitteilungen und Medieneinladungen der Universität Ulm zusenden. Sollten Sie jedoch kein Interesse mehr an diesen Informationen haben, löschen wir Sie natürlich umgehend aus unseren Verteilern. Senden Sie hierzu bitte eine Mail mit dem Betreff „Abmeldung“ an die Adresse pressestelle@uni-ulm.de. Sollten wir keine Nachricht von Ihnen bekommen, belassen wir Ihren Kontakt zunächst in unseren Verteilern.

  • Wir wollen’s wissen: Große Umfrage zu Verkehr und Infrastruktur

    Wir wollen’s wissen: Große Umfrage zu Verkehr und Infrastruktur

    Ulms ältestes Industriegebiet soll sinnvoll weiterentwickelt werden. Um die dafür notwendige Datenbasis zu schaffen, hat die Initiative Donautal connect, ein Zusammenschluss von Entscheidern aus Unternehmen des Industriegebiets, jetzt eine Online-Umfrage gestartet. Mit Unterstützung des Instituts für Nachhaltige Unternehmensführung der Universität Ulm wurden jeweils eigene Fragebögen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber entwickelt und vom Donautal-Connect-Mitglied Uzin Utz als Online-Umfrage umgesetzt. Im Fokus der Fragen an die Arbeitnehmer stehen Themen wie Arbeitswege, Verkehrsmittelnutzung, Arbeitszeiten, Nahversorgung oder Infrastruktur. Die Fragen an die Arbeitgeber konzentrieren sich dagegen neben allgemeinen Fragen zum Unternehmen auch auf Bereiche wie Parken, Angebote an die Mitarbeiter oder auch Klimaschutzmaßnahmen. „Nur wenn man genau weiß, wo und wie der Schuh drückt, kann man gezielt Maßnahmen entwickeln, um Abhilfe zu schaffen“, erklärt Andreas Burkhardt, TEVA-Geschäftsführer und einer der Initiatoren der Initiative Donautal connect. Neben der Universität Ulm unterstützt auch die Stadt Ulm das Projekt.

    „Die Online-Umfrage ist für alle, die im Donautal arbeiten, eine Chance, die Zukunft dieses Industriestandorts mitzugestalten. Deswegen würden wir uns über eine rege Beteiligung freuen“, unterstreicht Joachim Müller, Finanzgeschäftsführer bei der Gardena Manufacturing GmbH und ebenfalls einer der Initiatoren von Donautal connect, die Bedeutung. Gleichzeitig ruft er alle Unternehmer im Donautal auf, sich bei Donautal connect zu beteiligen. „Wir sind offen für alle, die gemeinsam an der Zukunft dieses Standorts mitarbeiten wollen.“

    Weitere Projekte geplant

    Die Umfrage ist nur eine der Maßnahmen, mit der die Mobilität im Industriegebiet Donautal genauer unter die Lupe genommen werden soll. „Wir sind derzeit auch in Überlegungen, wie wir mithilfe entsprechender Sensoren, die Verkehrsflüsse und insbesondere den LKW-Verkehr erfassen können. Diese Sensoren wollen wir in das bestehende LoRa-WAN integrieren, um so die Daten auf unserer zentralen Plattform erfassen und auswerten zu können“, berichtet Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch. Auf Basis der Ergebnisse sollen dann konkrete Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden, um die bestehenden Verkehrs- und Infrastrukturprobleme im Industriegebiet Donautal zu lösen. Die Finanzierung der Projekte soll mit öffentlichen Fördermitteln erfolgen. Dazu wurde beispielweise ein Antrag auf Mittel aus dem Projekt „Reallabor Klima“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gestellt.

    Unternehmer-Initiative donautal connect

    Die Initiative Donautal Connect wurde von Entscheidern aus großen und kleinen Unternehmen im Ulmer Donautal gegründet. Sie haben sich zusammengeschlossen, um ihre Interessen zu bündeln, mit einer Stimme zu sprechen und Synergien durch gemeinsame Projekte zu erschließen. Ziel ist es, die zahlreichen Probleme dieses ältesten Ulmer Industriegebiets anzugehen und die Attraktivität des Standorts deutlich zu steigern.

  • Initiative Donautal Connect: gemeinsam, statt jeder für sich

    Initiative Donautal Connect: gemeinsam, statt jeder für sich

    Fehlende Parkplätze, Verkehrsprobleme, keine Einkaufsmöglichkeiten, kaum gastronomische Angebote oder das Problem der Kinderbetreuung: Herausforderungen wie diesen mussten sich Unternehmen in Ulms ältesten Industriegebiet Donautal bislang alleine stellen. Dem will nun „Donautal Connect“, die Interessengemeinschaft der Entscheider des Industriegebiets Donautal, ein Ende bereiten.

    „Wir haben im Grunde alle dieselben Probleme, große Unternehmen genauso wie mittlere und kleine. Deswegen haben wir uns zusammengeschlossen, um künftig unsere Interessen zu bündeln, mit einer Stimme zu sprechen und Synergien durch gemeinsame Projekte zu erschließen“, fasst Andreas Burkhardt, ratiopharm-Geschäftsführer und einer der Initiatoren, die Ziele dieser in weitem Umkreis bislang einzigartigen Initiative zusammen. Dabei kann Donautal Connect bereits erste Erfolge vorweisen, wie etwa den flächendeckenden Ausbau des Glasfasernetzes, der dieses Jahr von den SWU Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm umgesetzt wird. Oder eine gemeinsam nutzbare App, über die Mitarbeiter unternehmensübergreifend Fahrgemeinschaften organisieren können. „Wir denken derzeit über die Realisierung eines umfassenden Verkehrskonzeptes nach. Das könnte beispielsweise auch den Bau gemeinsamer Parkhäuser oder ein autonom fahrender Shuttle-Service umfassen. Hier würde das Donautal mit der neuen Breitbandinfrastruktur und der Ringstraße allerbeste Voraussetzungen für ein Modellprojekt mit sich bringen“, erklärt Joachim Müller, Finanzgeschäftsführer bei der Gardena Manufacturing GmbH und ebenfalls einer die Initiatoren.

    Im Sommer 2018 trafen sich die Gründer von Donautal Connect zu ersten Mal, nach den ersten Erfolgen suchen sie nun auch die breite Öffentlichkeit. „Es geht auch darum, als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben und für Lösungen zu sorgen, die unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Leben erleichtern. Dabei sieht die Initiative Donautal Connect auch die Stadt gefordert. „Im Donautal sind nicht die kleinsten Steuerzahler Ulms angesiedelt. Deswegen müssen wir, die Unternehmen und die Stadt Ulm, gemeinsam ein Interesse daran haben, die Attraktivität dieses Standorts deutlich zu steigern“, erklärt Andreas Burkhardt. Er begrüßt es deswegen ausdrücklich, dass seitens der Stadtverwaltung derzeit eine große Bereitschaft besteht, gemeinsam mit Donautal Connect an der Weiterentwicklung des Industriegebiets zu arbeiten. Er lädt deswegen auch die weiteren Unternehmen im Donautal ein, sich der Initiative anzuschließen. „Gemeinsam können wir Projekte stemmen, die selbst für die größeren Unternehmen unter uns alleine nicht zu machen sind. Und je mehr Unternehmen mitmachen, desto stärker ist auch unsere gemeinsame Stimme“.

     

  • 50 E-Scooter für das Donautal

    50 E-Scooter für das Donautal

    50 E-Scooter für das Donautal

    Mit dem Elektroroller bequem und umweltfreundlich vom Zug zum Arbeitsplatz. Mit 50 E-Scootern startet das Reallabor Klima-Connect im Industrie- und Gewerbegebiet Donautal in eine sechsmonatige Testphase.
    Ulm. Das Donautal wird grün. Mit der Bereitstellung von 50 Elektrorollern sollen die Beschäftigten des Industrie- und Gewerbegebiets dazu ermuntert werden vom Auto auf die Regionalbahn umzusteigen. „Über 80 Prozent der 20.000 Beschäftigten fahren mit dem privaten Pkw zur Arbeit. Trotz Anbindung des Gewerbegebiets an den öffentlichen Nahverkehr nehmen sie so oftmals Staus im Berufsverkehr in Kauf“, so Dr. Martin Müller. Für den Leiter des Reallabors „Klima-Connect Industriegebiet Donautal“ sind das deutlich zu viele: „Aus diesem Grund möchten wir mit den grünen E-Scootern, mit denen man vom Bahn-Haltepunkt in der Benz-Straße zu den Betrieben fahren kann, möglichst vielen Arbeitern und Angestellten einen Anreiz schaffen, den ÖPNV zu nutzen.“

     

    Mit insgesamt 50 E-Rollern kann man im Industrie- und Gewerbegebiet Donautal umweltfreundlich zum Arbeitsplatz gelangen.Foto: Stefan Loeffler
    Mit insgesamt 50 E-Rollern kann man im Industrie- und Gewerbegebiet Donautal umweltfreundlich zum Arbeitsplatz gelangen. Foto: Stefan Loeffler

     

    Die Testphase mit 50 Elektrorollern endet im Oktober. Unterstützt wird das Projekt von den Unternehmen Husqvarna, Noerpel, Teva und Uzin Utz, die in dieser Zeit spezielle Parkzonen auf ihren Firmengeländen ausweisen. Dr. Martin Müller: „Wer den Roller ordnungsgemäß auf diesen Flächen abstellt, bekommt Bonus-Minuten gutgeschrieben.“ Bereitgestellt werden die Fahrzeuge von der Stadt Ulm gemeinsam mit dem E-Scooter Produzenten Tier.

    Mit dem Reallabor der Universität Ulm soll der Klimaschutz im Industrie- und Gewerbegebiet vorangetrieben werden – mit Info-Veranstaltungen, Vorträgen zur E-Mobilität und verschiedenen Datenerhebungen und Auswertungen zur derzeitigen Verkehrssituation im Donautal. Unter anderem unterstützt das Team um Martin Müller die Stadt Ulm bei der Entwicklung eines Fahrradwegekonzepts für das Donautal.

    Angegliedert ist das vom baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) mit einer Million Euro geförderte Projekt an die Initiative Donautal Connect.

  • Alternative Antriebe für LKWs – Vortrag in der Mittagspause

    Alternative Antriebe für LKWs – Vortrag in der Mittagspause

    Was bedeuten alternative Antriebe und erneuerbare Energien für die Logistikbranche? Wie sehen aktuelle Lösungen aus? Welche Technologie wird sich durchsetzen? – Unsere Vorträge informieren über den derzeitigen Stand der Technik und stellen ein aktuelles Projekt der Noerpel-Gruppe vor. In lockerer Atmosphäre, bei Getränken und einem kleinen Imbiss, haben Sie anschließend die Gelegenheit zum Austausch mit den Rednern und untereinander.

    Vortragende:

    • Dr.-Ing. Frank Steinert Abteilungsleiter Fahrzeugsysteme Fraunhofer- Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI, Herausforderungen rund um elektrische Nutzfahrzeuge
    • Viktoria Wessel, Nachhaltigkeitsmanagerin der Noerpel-Gruppe, Erkenntnisse aus einer Machbarkeitsstudie zur Nutzung alternativer Antriebe bei Noerpel
  • Nie wieder hungrig im Industriegebiet Donautal

    Nie wieder hungrig im Industriegebiet Donautal

    Die mangelhafte Nahversorgung war eines der Themen, die in der letztjährigen Umfrage der Initiative Donautal Connect von einer Mehrzahl der teilnehmenden Mitarbeiter im Industriegebiet Donautal bemängelt wurde. Um hier für mehr Übersicht zu sorgen, steht ab sofort auf der Donautal Connect-Website unter https://donautal-connect.de/nie-wieder-hungrig/ eine interaktive Karte zur Verfügung, die die bestehenden Angebote außerhalb der Firmenrestaurants und Kantinen anzeigt. Neben stationären Imbissständen und Restaurants sind hier auch Lieferdienste sowie mobile Angebote wie etwa Foodtrucks abrufbar, die nur zu bestimmten Tagen und Zeiten an unterschiedlichen Orten Station machen. „Schon der erste Blick auf diese Karte zeigt, dass das Angebot derzeit immer noch übersichtlich ist. Unser Ziel ist es deswegen, gezielt weitere Anbieter zu motivieren, auch im Industriegebiet Donautal aktiv zu werden – insbesondere auch die mit mobilen Essensangeboten. Interessenten können sich deswegen über unsere Website direkt bei uns melden. Das gilt auch für alle, die noch nicht auf der Karte verzeichnet sind“, erklärt Julian Utz, Vorstand der Uzin Utz AG und einer der Sprecher der Initiative.
    Neben dem Ausbau des kulinarischen Angebots lotet die Initiative Donautal Connect auch weiterhin Möglichkeiten aus, Einkaufsmöglichkeiten im Industriegebiet zu schaffen. „Hier verzeichnen wir auf Anbieterseite durchaus Interesse. Allerdings sind die Einstiegshürden für die Ansiedlung etwa eines Supermarktes deutlich höher als bei einem Foodtruck“, erläutert Karl-Heinz Raguse vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft BVMW, unter dessen Dach die Initiative arbeitet.

    Reallabor KlimaConnect untersucht Radverkehr und E-Mobilität

    Auch das mit öffentlichen Mitteln geförderte Reallabor KlimaConnect im Industriegebiet Donautal hat inzwischen seine Arbeit aufgenommen. Das Forschungsprojekt der Universität Ulm, das ebenfalls mit Unterstützung von Do-nautal Connect initiiert wurde, fokussiert sich dabei zunächst auf die Themen „Fahrradverkehr“ und „Elektromobilität“. So sollen mithilfe einer Erreichbarkeitsanalyse gezielt Vorschläge für den Aufbau eines Radwegenetzes und den Ausbau des Donauradwegs gemacht werden, über den täglich zahlreiche Mitarbeiter ins Industriegebiet zur Arbeit fahren. Dazu gehört auch eine Verkehrszählung auf dieser stark frequentierten Strecke. Die Ergebnisse sollen zudem direkt in die entsprechenden Planungen der Stadt Ulm einfließen. Parallel dazu wird in Zusammenarbeit mit interessierten Unternehmen und den SWU Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm eine Erhebung zum Thema Ladeinfrastruktur durchgeführt, um den tatsächlichen Bedarf und die Positionierung von öffentlichen, halböffentlichen und privaten Ladenmöglichkeiten festzustellen. „Neben diesen beiden konkreten Themen stehen weitere auf unserer Agenda. Dazu gehören beispielsweise die dezentrale Erzeugung und Verteilung von Energie beispielsweise durch PV-Anlagen auf den industriellen Gebäuden. Aber auch über aktuelle Fragen wie etwa zum Hochwasserschutz denken wir derzeit nach“, erklärt Professor Martin Müller, Leiter des Projekts „Klima Connect“ und des Instituts für Nachhaltige Unternehmensführung der Universität Ulm.

  • Prima Klima im Industriegebiet: Reallabor will nachhaltiges Handeln und Klimaschutz im Donautal voranbringen

    Prima Klima im Industriegebiet: Reallabor will nachhaltiges Handeln und Klimaschutz im Donautal voranbringen

    Wie kann das Ulmer Industrie- und Gewerbegebiet Donautal klimafreundlicher werden? In einem neuen Reallabor der Universität Ulm soll mit Geschäftsleitungen und Beschäftigten ein Zukunftskonzept erarbeitet werden. Keimzelle ist die Initiative Donautal Connect. Das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) fördert das neue Reallabor „Klima Connect Industriegebiet Donautal“ für drei Jahre mit rund einer Million Euro.

    „Als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft tragen Reallabore ‚made in BW‘ mit ihren Projekten einen entscheidenden Teil zum Klimaschutz bei. Mit dem Reallabor „Klima Connect“ leistet die Universität Ulm auch einen wertvollen Beitrag, indem das Projekt eine übergreifende Klimaschutzstrategie für das Industriegebiet Donautal mitentwickelt. Des Weiteren werden dort zielführende Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele in den Bereichen Energie, Wärme, Mobilität, Bildung und Infrastruktur erarbeitet, die langfristig auf den Erhalt des Klimas einzahlen“, sagt Wissenschaftsministerin Theresia Bauer zum neuen Reallabor.

    Industrie- und Gewerbegebiete gelten eher selten als Vorbilder in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Auch im Ulmer Donautal, das an ein Naturschutzgebiet grenzt, verfügen noch nicht alle Betriebe über ein Klimaschutzkonzept. Darüber hinaus zeigt eine Erhebung von Donautal Connect und der Universität Ulm: Über 80 Prozent der 20 000 Beschäftigten fahren mit dem privaten PKW zur Arbeit. Trotz Anbindung des Gewerbegebiets an den öffentlichen Nahverkehr nehmen sie so oftmals Staus im Berufsverkehr in Kauf. Diese Ausgangslage macht das Gewerbegebiet zum optimalen Standort des neuen Reallabors „Klima Connect“. Ansässige Branchen umfassen metallbearbeitende Betriebe, den Maschinen- und Nutzfahrzeugbau, Logistik- und Baustoffunternehmen sowie die Lebensmittel- und Pharmaindustrie. „Gemeinsam mit Unternehmensleitungen und Beschäftigten wollen wir eine übergreifende Klimaschutzstrategie für das Donautal bis 2030 erarbeiten“, erklärt Professor Martin Müller, Leiter des Projekts „Klima Connect“ und des Instituts für Nachhaltige Unternehmensführung der Universität Ulm.

    Klimaschutz soll nicht am Werkstor enden

    Die Besonderheit des Formats: Arbeitgeber und Arbeitnehmer werden bereits in die Entwicklung der Realexperimente einbezogen, die den Weg zu einem nachhaltigeren Donautal ebnen. Dieses persönliche Engagement soll letztlich zu mehr Handlungskompetenz im Klimaschutz beitragen. Aktionsfelder reichen von Energieeinsparungen bis zu neuen Mobilitätskonzepten. Insgesamt soll das Reallabor einen so genannten Spillover-Effekt in andere Lebensbereiche erreichen. „Klimaschutz erfordert den Austausch über Unternehmensgrenzen hinweg. Das Reallabor bietet ideale Bedingungen, um verschiedene Maßnahmen zu diskutieren und sogar auszuprobieren“, erklärt Michael Hiete, Professor für Wirtschaftschemie an der Universität Ulm.

    Um die heterogene Gruppe der Beschäftigten im Donautal zu nachhaltigem Handeln für den Klimaschutz zu motivieren, wurde das Reallabor sorgfältig konzipiert. Am Anfang stehen Workshops mit der Initiative Donautal Connect: Dieser Zusammenschluss ansässiger Unternehmen bemüht sich um eine höhere Standortattraktivität und gemeinsame Mobilitätslösungen. „Wir haben im Grunde alle dieselben Probleme, große Unternehmen genauso wie mittlere und kleine. Deswegen haben wir uns zusammengeschlossen, um unsere Interessen zu bündeln, mit einer Stimme zu sprechen und Synergien durch gemeinsame Projekte zu erschließen“, fasst Andreas Burkhardt zusammen, Geschäftsführer des Arzneimittelherstellers Teva und einer der Initiatoren dieser im weiten Umkreis bislang einzigartigen Initiative.

    Fahrradmobilität als wichtiges Aktionsfeld

    Bereits im Vorfeld wurden Arbeitgeber- und -nehmer über ihr Mobilitätsverhalten, zu den Punkten Nahversorgung und Infrastruktur sowie zu ihren Einstellungen zum Klimaschutz und -wandel befragt. Dabei hat sich unter anderem das große Potenzial der Fahrradmobilität gezeigt. Bisher ist das Donautal allerdings noch nicht optimal an Fahrradwege angebunden. Im Industriegebiet selbst gibt es nur einen einzigen Radweg. „Planungen für Fahrradwege sind ein ideales Anwendungsfeld für unser Reallabor. Die Akteure im Donautal haben ganz unterschiedliche Interessen: Mitarbeitende wollen schnell und sicher zu ihrem Arbeitsplatz gelangen, LKWs benötigen Stell- und Rangierfläche – und auch auf den Werksgeländen müssen für die Fahrradmobilität womöglich Veränderungen vorgenommen werden“, erläutert Professor Müller. Aber auch andere Beispiele wie die Erstellung eines gemeinsamen Klimaschutzkonzepts sind im Reallabor denkbar, wobei auf bestehenden Einzelinitiativen aufgebaut werden soll.

    Insgesamt fördert das Format Reallabor den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Das Institut für Nachhaltige Unternehmensführung steuert seine mehrjährige Erfahrung mit dem Textil-Reallabor „Dietenheim zieht an“ bei. Expertise zur kommunalen Klimaanpassung und zu übergreifenden Energiekonzepten kommt von den Professuren für Wirtschaftschemie (Universität Ulm, Professor Michael Hiete) und erneuerbare Energien (Hochschule Aalen, Professorin Martina Hofmann). Weitere Akteure im Reallabor reichen von der Stadt Ulm bis zum Ulmer Initiativkreis nachhaltige Wirtschaftsentwicklung (unw). In den kommenden drei Jahren werden die Aktivitäten und Ergebnisse von „Klima Connect“ in die Lehre des Master-Studiengangs Nachhaltige Unternehmensführung an der Universität Ulm einfließen. Die MWK-Förderung erfolgt über die Ausschreibung Reallabor Klima.

  • Umfrageergebnisse „Wir wollen’s wissen“:  Die Nahversorgung ist Thema Nummer 1 im Donautal

    Umfrageergebnisse „Wir wollen’s wissen“: Die Nahversorgung ist Thema Nummer 1 im Donautal

    Die Mehrzahl der Arbeitnehmer wird wohl auch in Zukunft nicht ohne weiteres auf den PKW für die Fahrt zur Arbeit verzichten wollen. Das ist eines der Ergebnisse der Umfrage „Wir wollen’s wissen“, die die Entscheider-Initiative Donautal Connect mit Unterstützung der Ulmer Universität und der Stadt Ulm im September gestartet hatte. Daneben vermissen die Befragten vor allem Angebote im Bereich der Nahversorgung wie Einkaufsmöglichkeiten, Bäcker oder Restaurants. Bei der Frage nach der Parkplatzsituation fällt auf, dass hier vor allem eine zu geringe Anzahl von Parkplätzen mit Ladestationen für Elektroautos bemängelt wird. „Das deutet darauf hin, dass die Elektromobilität auch in der Breite unserer Belegschaften ein wesentliches Thema geworden ist“, erklärt Andreas Burkhardt, Teva-Geschäftsführer und einer der Initiatoren der Initiative Donautal connect. Insgesamt haben sich bis dato mehr als 3.600 der im Donautal Beschäftigten an der Umfrage beteiligt. Auf Basis der Antworten planen Donautal Connect und die Stadt Ulm nun die Umsetzung einer Reihe von konkreten Maßnahmen. Zu den Ergebnissen …

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